Man kennt es bereits aus der IT. Software wird als Open Source ins Netz gestellt – und jeder Anwender kann (fast) alles mit der Software anstellen. Was erfolgreich in der IT funktioniert, könnte auch im Bereich Design erfolgversprechend sein. Die Idee ist einfach: Als Designer stellt man seine Entwürfe ins Internet und erlaubt jedem, diese zu nachzubauen oder zu verändern. Okay. Aber warum sollte man dies tun?

Weil man auf diesem Wege Geld verdienen kann. Möchte nämlich jemand Produkte mit eurem Design herstellen oder verkaufen, muss er Lizenzkosten zahlen. Das klingt schon besser :-)

Der wirklich interessante Ansatz an Open Design ist meines Erachtens der Austausch mit anderen Kreativen und das gemeinschaftliche Arbeiten und Weiterentwickeln von Designs. Design wird nicht länger im stillen Kämmerlein entwickelt, sondern wird zu einem andauernden Prozess – an dessen Ende möglicherweise eine ansehnliche Produkt- Designsammlung steht.

Open Design zählt zu den interessantesten Entwicklungen in der Kreativwirtschaft, ist ein wichtiger Impulsgeber für Wirtschaft und Gesellschaft und ermöglicht eine Weiterentwicklung von traditionellen Betrieben und Wirtschaftszweigen. Nutznießer sind langfristig auch die traditionelle Wirtschaft und Unternehmen.“ Dr. Christian Buchmann, Landesrat für Wirtschaft, Europa und Kultur.

Spannend finde ich vor allem den Aspekt der kreativen Freiheit. Da ich bei der Entwicklung eines Designs keinen Auftraggeber habe, kann ich meiner Fantasie freien Lauf lassen. Auf diese Weise können ganz und gar unkonventionelle Ideen den Weg zum Auftraggeber finden, welche ich sonst eventuell nur meiner Schublade anvertraut hätte.

Das Thema Open Design wird unter anderem auf der Creative Industries Convention diskutiert. Weitere Informationen findet ihrauf der Website von Ronen Kadushin: ronen-kadushin.com

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