Der neue Trend: Flipbook.
 Aber was ist das eigentlich?

Das Internet lebt vor allem von Texten. Kaum verwunderlich, dass man die Texte auf immer schönere Art und Weise präsentieren möchte. Und was gibt es Schöneres als ein Buch? Seite für Seite entdecken … Visuelles flankiert den Text, Farben, Formen und Typografie prägen den Gesamteindruck. Doch wie geht das in unserem modernen, schnelllebigen Alltag? In Zeiten von Mobile und ständiger Internetverfügbarkeit? Hier kommt das Page Flip Ebook – Flipbook ins Spiel!

Das moderne Buch: das Flipbook.

Ein Flipbook ist im Wesentlichen ein PDF-Reader, welcher aber im Aussehen und im Handling einem „echten“ Buch nachempfunden ist. Ursprünglich kommt der Name vom deutschen „Daumen- oder Taschenkino“, wo man Bücher mit dem Daumen durchblättern kann. Das heißt, es sieht wie ein aufgeklapptes Buch aus, kann sogar geblättert werden, bietet aber viele multimediale Vorteile: Anders als in einem herkömmlichen Magazin können in dem aus einem PDF erstellten Flipbook auch Videos und Sounds eingebunden werden. Sehen, lesen, informieren – alles auf einen Blick.

Das heutige Flipbook ist ein kleiner Alleskönner, besonders gern wird es genutzt, um Backlinks zu generieren und für Imagezwecke. Es wird aus einem „einfachen“ PDF generiert, ist aber optisch ansprechender:

  • Ein PDF muss man erst herunterladen, ein Flipbook erscheint sofort und direkt online.
  • Doppelseiten betonen den Magazincharakter und erhöhen die Lesefreude.

Yumpu

Was bedeutet das für den Leser?

Der Leser kann wie gewohnt ein Magazin durchblättern, jedoch online und damit mit vielen Mehrwerten ausgestattet. Er kann direkt einsteigen. Es eröffnen sich ganz neue Welten … Er kann direkt in einen Song reinhören oder sich das passende Video anschauen. Oder eben auf einen weiterführenden Link klicken, bei Interesse auch zum Webshop kommen. Das gewünschte Produkt anschauen, bei Interesse direkt bestellen – einfach und unkompliziert. Er muss nicht einmal das Medium tauschen. „Ein Klick zum Glück“.

Gerade für junge User sind die Möglichkeiten der modernen Kommunikation spannend. Sie entsprechen in weiten Teilen dem gewohnten Nutzerverhalten: Flipbooks sind sofort verfügbar, am heimischen Rechner oder unterwegs lesbar. Sie sind auf Knopfdruck erhältlich und stets up-to-date. Sie bieten eine Art Dialog, der User kann mehr tun, als „nur“ zu schauen: zoomen, auswählen, starten, stoppen, selbst entscheiden …

 



Was bedeutet das für den Anbieter?

Als Websitebetreiber kann man ein modernes, leicht zu lesendes Medium bieten. Flipbooks gibt es schon seit ein paar Jahren, kommen aber immer mehr in Mode. Auch viele große Firmen nutzen die digitalen Möglichkeiten und verbinden Unterhaltung mit Information und Werbung. Die Frage nach der Balance „Information/ Kommerz“ sollte aber beachtet werden, sonst verkommt es schnell zum reinen Werbeprospekt. Dabei bietet es doch so viel mehr Potential. Beeindruckende Interaktivität für interessierte Leser.

Das Flipbook funktioniert und sieht auf allen digitalen Plattformen gut aus. Es spricht Kunden mit neuen Erlebnisformen an. Der Anbieter ist in der Lage, wirtschaftlich und topaktuell sein (Special Interest) Magazin online anzubieten und zu verbreiten. Er kann über die audio-visuellen Reize weite Zielgruppen ansprechen und direkt erreichen. Er kann über das virale Marketing verschiedene Peer Groups beeinflussen. Die Aufwendungen sind – anders als bei einer Auflage von Print-Magazinen oder -katalogen – mehr als überschaubar. Kostenersparnis: Vor allem sind keinerlei Druck- oder Lagerkosten bzw. herkömmliche Vertriebskosten nötig.

Und was bedeutet das für den Gestalter?

„Mehr Power“! Der Gestalter, Profi oder Laie, hat die Freiheit; die Freiheit, umfassend zu gestalten. Er muss sich nicht auf Text und Bild beschränken. Design und Layout können den multimedialen Inhalten adäquat angepasst werden. Objekte und Inhalte können jederzeit aktualisiert und verändert werden. Viele vorgefertigte Module erleichtern das Gestalten, zudem ist es auch mit Social Media Plattformen kompatibel – es wird dort nicht nur der Link angezeigt, wie bei einer PDF Datei, sondern eine Vorschau auf das Flipbook.

Gestandene Designer werden aufatmen: Keine dicken Kataloge … Kunst, Messen, Produkte – wo doch immer einer noch einen Fehler findet, sobald er gedruckt ist … Der dann nicht mehr ausgemerzt werden kann und jeder nur hofft, dass dieser Fehler nicht auffällt. Stattdessen in der Digitalversion: 3D, tolle Farben – unterschiedlichste Chancen für Kataloge, Magazine oder Präsentationen. Im einem digitalen Archiv können sich Kunden zudem selbst bedienen, stöbern und schauen. Das erfordert weniger Betreuung durch Personal. Und: Der User kann selbstbestimmt agieren.

bildabload_de

Und wie erstelle ich ein Flipbook?

Auf dem Markt gibt es verschieden Software oder Plugins dazu. Im Allgemeinen ist der Umgang damit selbsterklärend, die Features ähnlich. Flipbook Profi Stefanie Vögel zum Beispiel gibt auf Ihrer Website bildabload.de viele hilfreiche Tipps, wie man (kostenlos) ein solches erstellen kann. Sie beschäftigt sich ausgiebig mit dem Thema. Einst hatte sie sich entschlossen, ein Online Pageflip zu erstellen und hat heute viele Leser, sodass ihr Magazin regelmäßig einmal in der Woche erscheint.
Einfach und unkompliziert kann ein Online Flippingbook auch für private Zwecke erstellt werden: Für Freunde, Verwandte oder bestimmte Anlässe.

Meist kostet Flipbook Software einige hundert Euros. Aber es gibt auch kostengünstige beziehungsweise kostenfreie Alternativen: Zuerst registriert man sich auf der Webseite – wie gewohnt mit Benutzernamen und Passwort. Manchmal genügt auch das Anmelden über den bestehenden Social Media Account. Dann braucht man natürlich eine PDF Datei, die man umwandeln möchte. Steht diese zur Verfügung, kann sie hochgeladen werden – und: Man erhält automatisch ein Flipping Book. Im Prinzip gestaltet man also einfach sein PDF, interaktive Elemente wie Links, Videos und Audio Dateien können im Drag-and-Drop-Verfahren eingefügt werden. Das Programm übernimmt dann den technischen Teil, die Umwandlung und Veröffentlichung. Fertig!

Fazit

Wie schaut es bei euch aus? Nutzt ihr bereits eine Flipbook-Software – und wenn ja, dann welche? Wie bettet ihr eure PDF-Dokumente ein? Könnt ihr euch vorstellen ein Flipbook einmal zu testen? Ich bin gespannt auf euer Feedback.

 

Marco

Marco

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2 Kommentare

  1. Uschi Ronnenberg

    Das ist sehr inspirierend… Nachdem ich mich vor Jahren von dem Thema wieder abgewendet habe, weil es so teuer war, werde ich mich jetzt noch einmal neu umsehen. Danke für die Tipps!

  2. Marco

    Das hört man gerne :-)

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