Influencer – die unterschätzten Potentiale

Nichts überzeugt mehr als „echte“ Menschen, nichts verkauft besser als direkte Kommunikation. Beides zusammen findet sich aktuell bei einigen Blogs, Plattformen und Tools. Kaum einer hätte gedacht, dass Social Media, dass die Aktion und vor allem Interaktion im Netz solche (emotionalen) Bindungen zur Folge haben kann. Dass es funktionieren kann: Menschen vertrauen einander – über das Medium Internet. Personen, die sich im wahren Leben noch nie getroffen haben, es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nicht tun würden – und wohl auch nie tun werden, tauschen sich aus. Über Privates, Intimes und alle Themen dazwischen. Auch über Produkte.

Großes Potential für Advertiser

Kein Wunder, dass die Vorreiter und Individualisten die Möglichkeiten des Einfluss-Nehmens über Dritte – und zwar sogenannte „Opinion Leader“, die seit jeher in der Werbung beliebt sind, weil sie viele Menschen überzeugen können, schnell erkannt haben. Jenseits der transparenten Werbetrategien, der plumpen Banner oder gesponserten Suchergebnisanzeigen machen Menschen etwas für Menschen. So scheint es. Sie geben ihr Wissen weiter, machen auf etwas aufmerksam, bewerten und testen, sind meinungsbildend. Nach dem Motto „was der gut findet, mag ich auch“ steckt dort – auf Grundlage der Confidence-Phase – enormes Potential für Marketing. Denn nichts muss gemäß der klassischen und vielfach überholten AIDA Formel anstrengend an den Mann und die Frau gebracht werden:

Die Menschen kommen von sich aus! Sie zeigen von sich aus Interesse, sind offen, und gehen mit einer völlig anderen, bisweilen naiven Einstellung an den Content heran, der ihnen geboten wird. Ganz einfach, weil sie ihren Influencern vertrauen. Es besteht bereits eine Basis, eine (digitale) Beziehung. Das, was keine Anzeige, kein Banner, auch nicht nach den obligatorischen 7 Mal Kontakten so erfolgreich erreicht: Kommunikation auf einer nicht werblichen Ebene. Daran schließen sich völlig andere Aufmerksamkeits- und Glaubwürdigkeits-Parameter an.

Sicher: Als problematisch könnte man die Vermischung von Content und Verkauf ansehen – und gleichzeitig ist dies der USP des Influencer-Konzeptes. Dass nicht mehr auf den ersten Blick zu Unterscheidende: Ist das Werbung / und oder Inhalt? (Ohnehin schon lange nichts Neues im Netz) Obgleich es gesetzlich natürlich geregelt ist: Eine entsprechende Kennzeichnung – ähnlich wie in Magazinen die Anzeigen adäquat benannt oder gekennzeichnet sein müssen, ist dies also Pflicht.

Wie wird es genutzt?

In den meisten Fällen wird es konkret. Der Influencer verweist also konkret auf ein Produkt oder eine Marke, im besten Fall wird gleich zur passenden Landingpage verlinkt, um so wenig wie möglich an Interessierten zu verlieren. Die Landingpage nun muss gut konzipiert werden, sonst sind die – inzwischen erfahrener und damit kritischer gewordenen – User auch schon gleich wieder weg. Denn auf den Firmenseiten funktioniert unser Kommerz-Radar wieder recht gut. Dort also müssen wir ein zweites Mal überzeugt werden – und hier gibt es keinen Influencer-Bonus, damit auch tatsächlich gekauft wird.

Um die eigene Website/ Landingpage nun optimal zu nutzen, sollten (WordPress User) auf einige Dinge nicht verzichten:

  • Besucherauswertung (Analyse, Auswertung, Optimierung – wer ist meine Zielgruppe beziehungsweise wie sehen meine Käufer aus?)
  • Sicherheit (Bei mir seid ihr „sicher“ / Und die Seite gibt es auch morgen noch)
  • Memberchip-Funktionen (Ich kann eine dauerhafte Kundenbindung aufbauen. Zusatzfunktionen bieten einen Lounge-Charakter; es ist etwas Besonderes und nicht für jeden zugänglich. Gleichzeitig habe ich die Daten der Nutzer, mit denen ich arbeiten und die ich somit gezielt ansprechen kann.)

Fazit

Influencer bieten – je nach Reichweite, wobei das nicht alles ist! – in verschiedenen, gerade Nischenbereiche, Potential, das immer besser erkannt und angenommen wird. Zu hoffen ist, dass sich das Prinzip durch „Über-Intensivierung“ nicht selbst auffrisst – und nicht vergessen: Kunden und Influencer wollen auf Augenhöhe angesprochen werden. Wer das nicht beherzigt, wird auf Dauer kaum Erfolg haben. Eine gute Zielseite ist das A und O, sonst kann man sich die Buchung als Advertiser sparen.

Nutzt du Influencer für dein Marketing? Welche Erfahrungen hast du gesammelt? Was sollte man deiner Meinung nach beachten?

 

Barbara Schilling

Barbara Schilling

Gastautorin

Hey, schreib mir deine Meinung!

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

15 + 18 =

Pin It on Pinterest