Entwerfen eines guten Firmenlogos: Tipps und Tricks

Hervorragende Markenzeichen verdienen mit Leichtigkeit gutes Geld. Schwache Markenzeichen kosten Geld. Das Erstellen eines guten Markenzeichen erfordert viele Kenntnisse und viel Erfahrung. Entscheidend mehr, als das Erstellen von einem effekthascherischen und ineffektiven Logo.

Es gibt kein Rezept für perfekte Logos, doch die Kenntnis der Merkmale, welche die legendären Marken von den durchschnittlichen unterscheiden, lässt dich näher an das Ideal kommen. Auch die Regeln, welche die Fundamente des Logoentwerfens der kostbarsten Markenzeichen der Welt bilden, helfen dabei. Am Ende lernst du die häufigsten Fehler der dilettantischen Logoerstellung kennen.

Der Wiedererkennungswert ist Alles.

Die besten Logos kommunizieren das ganzheitliche Image der Marke in Windeseile. Die Marke Lego stellt pure Freude am Spielen dar. Die grafische Markenzeichen von Mercedes drücken Luxus mit nur ein Paar Strichen und Kreisen aus. Die größten Logos haben eine Geschichte zu erzählen, die sie unverkennbar macht.

Einfachheit ist der Schlüssel zum Erfolg.

Was haben die bekanntesten Logos der Welt gemeinsam? „M” von McDonald’s, Zickzack von Nike oder angebissener Apfel von Apple? Sie sind alle ausgesprochen einfach.

Letztendlich das Einzige, was man beim Logoentwerfen absolut berücksichtigen muss, ist, dass es wiedererkennbar ist, einfach zu merken und klar.
— Paul Rand

Ein gutes Logo ist originell, doch ohne zu übertreiben. Ein Markenzeichen mit ausgesprochen komplexem Projekt bewirkt nicht, dass Ihre Marke als ausgefallen gilt. Es bedeutet nur, dass Ihr Designer die Bedeutung von Einfachheit nicht versteht.

Universalität – Sparen von Nerven und Kosten.

Ein Logo muss immer gut aussehen: klein oder groß; in weiß so wie in schwarz (Positiv/Negativ); im Hoch- so wie auch im Querformat. Das Logo muss gleich wirksam sein in verschiedenen Massenmedien wie Smartphone, Tablett, Computerbildschirm oder gedruckte Werbung. Vergewissere dich, ob das Logo nach Invertieren der Farben und Verkleinerung erkennbar bleibt. Prüfe, wie es sich auf einer Briefmarke und auf einem LKW präsentiert.

Ein gutes Logo ist zeitlos.

Die schönsten und effektivsten Logos entstehen nicht in Anlehnung auf momentane Trends, die gerade auf dem Markt herrschen. Es sind zeitlose Projekte. Der Verfasser kann dank seiner Erfahrung (und seinem Genie) vorhersehen, ob das Logo sich noch in 10, 20 oder 50 Jahren bewähren wird.

Ein Beispiel solcher Marken ist das Logo von BMW. Das originelle Markenzeichen wurde 1916 entworfen und seit dieser Zeit nur wenig geändert. Der Stil wird an die Zeiten angepasst, das Konzept bleibt.

Lerne die 6 Regeln kennen, auf die Designer der erkennbarsten Markenzeichen zugreifen.

1. Mache dir zum Beginn keinen Stress um die Farbgebung

Du musst mit Vorsicht deine Aufmerksamkeit auf das Design des Logos wenden. Sich zu früh auf die Farben des Logos zu konzentrieren kann dazu führen, dass du dich nicht genügend um Form und Konzept kümmerst. Diese sind jedoch die wichtigen Bestandteile im Entwurf eines Logos. Deshalb raten wir, zunächst nur mit Schwarz und Weiß zu beginnen.

2. Verwende nicht zu viele Farben

Beispiele von wertvollen Logos, die diesen Grundsatz brechen, sind selten. Versuche nicht, eine Ausnahme von dieser Regel zu gestalten, dies lohnt sich in der Praxis kaum. Wenn du ein Logo entwickeln möchtest, welches sich auch im Laufe der Zeit bewährt, solltest du nicht mehr als drei Farben verwenden und ein allgemein simples Erscheinungsbild beibehalten. Meide sowohl grelle als auch düstere Farben. Verwende entsprechende Farben für jede Stimmung, die du kreieren willst.

3. Nutze nicht zu viele Schriftarten (höchstens zwei)

Ansonsten wird das Logo dessen Klarheit verlieren. Auch sollte st du dich ein wenig Gedanken darüber machen, welcher Schriftzug deine Firma am besten widerspiegelt. Runde und weiche Schriftarten während für ein Massagestudio angemessen. Eckige und scharfe Schriftarten eignen sich eher für ein Büro eines Rechtsanwalts.

4. Gestalte nicht zu künstlerisch: Das Logo sollte praktisch bleiben

Man verfällt schnell in das Designen eines hübschen und kreativen Logos. Ästhetik ist zwar ein wichtige Faktor, allerdings sollte das Logo vor allem den zweck des Businesses zugute kommen. Es ist somit wichtig, dass man sich leicht an das Firmenlogo erinnern kann, besonders potentielle Kunden. Es gilt die allgemeine Regel: wenn man das Logo leicht am Telefon oder per Mail beschreiben kann, dann ist es ein gutes Logo

Ein gutes Logo kann man also leicht beschreiben. Etwas, was Ihnen nachgeht, kann nicht sehr kompliziert sein. Bevorzuge das Praktische vor der Originalität.

5. Weniger ist Mehr

Wenn du wirklich ein perfektes Logo erstellen möchtest, dann meide am besten alle überflüssigen Details und Kleinigkeiten. Ein perfektes Logo ist erst dann perfekt, wenn man keine Details mehr entfernen kann. Wenn du dir Logos wie von Apple, Mc’Donalds oder Mercedes anschauest, wirst du sehen, wie simpel diese gestaltet wurden.

6. Fertige Grafiken werden dich nicht weiterbringen

Wie du es auch drehst und wendest: wenn dein Design auf das eines anderen basiert, wird es nur Ärger geben. Wir verstehen, dass man oft nicht allzu viele finanzielle Mittel zur Verfügung hat. Aber bewege dich nicht rechtlich auf dünnem Eis. Zudem könntest du mit Kopien auch Werbung für einen Konkurrenten machen. Wenn du dein Geschäft nicht sofort schließen willst, dann entwerfe ein neues/eigenes Logo.

4 bedeutende Fehler der Logoerstellung.

Solltest du dich gerade mit der Gestaltung deines neuen Logos befassen, findest du in der nachfolgenden Aufstellung Hinweise zur Bewertung einer Marke. Dies erlaubt dir Kosten zu sparen.

1. Materialien voller Mängel

Dateien mit dem Entwurf eines Logos, die du vom Designer erhältst, sollten keinerlei technische Mängel enthalten. Kurven sollten nicht einander überlappen und möglichst glatt sein, Knottenpunkte auf ein Minimum begrenzt. Ist das Logo symmetrisch, so sollte die Symmetrie vollkommen sein. Beachte, dass eine Präsentation der Marke in einer anderen Skala, z.B. Vergrößerung und Platzieren auf einem LKW alle  eventuell vorhandenen Fehler und Unzulänglichkeiten offenbaren wird.

2. Monogramm als Ansatzpunkt

Einem unerfahrenen Designer fällt oft schwer der Versuchung zu widerstehen, ein Logo auf der Grundlage der Initialen des Firmennamens zu entwerfen (z.B. der Firmennamen „Super Renovierung” würde eine Marke aus den Buchstaben S und R ergeben). Obwohl es eine gute Idee zu sein scheint, ist es schwierig, so die Glaubhaftigkeit eines Unternehmens aufzubauen oder Informationen über den Charakter der Marke zu vermitteln.

3. Verkürzung des Namens bis zum Akronym

Ein häufiger Fehler ist auch der Versuch der Verkürzung des Namens eines Unternehmens, das erst den Markt erobern muss, zum Akronym. Natürlich kann dies eine erfolgreiche Strategie sein, was die Logos von IBM, KFC oder AOL bezeugen. Doch Namen dieser Firmen wurden erst verkürzt, als sie sich nach vielen Jahren auf dem Markt etabliert und viel in die Werbung investiert haben.

4. Anwendung von grafischer Software, die keine Qualität gewährleistet

Ein Markenzeichen, das mit einer Anwendung von Typ Photoshop oder Gimp gestaltet wurde, kann sich bei einer Gravur oder bedeutender Vergrößerung als nutzlos erweisen. Ein professionelles Logo sollte gleich gut auf verschiedenen Trägern aussehen, dies kann ein Logo in der Rastertechnik nicht leisten (ein Bild wird mithilfe eines Pixelnetzes präsentiert). Geeignete Reproduktion eines Bildes in beliebigen Skalen – ohne Qualitätsverluste – stellt ein Vektorgrafikprogramm (einzelne Punkte werden mathematisch definiert) sicher, wie z. B. Adobe Illustrator oder Corel Draw.

Wie gestaltet ihr eure Logos? Welche Tipps habt ihr für uns? Ich freue mich auf euer Feedback!

Fynn Berneburg

Fynn Berneburg

Gastautor | Frischlogos.de

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